Ausbildung in der Jugendberufshilfe (JBH)

Die Ausbildungsplätze werden in einem gemeinsamen Besetzungsmanagement von der Behörde für Schule und Berufsbildung sowie der Agentur für Arbeit belegt. Ein Beratungsgespräch bei der Berufsberatung ist notwendig.

In der Jugendberufshilfe werden in der Regel Jugendliche, die den Förderkriterien der Jugendberufshilfe gemäß § 13 SGB VIII entsprechen, ausgebildet. Dies sind vor allem Jugendliche, die Hilfen zur Erziehung erhalten bzw. erhalten haben, die über die Straßensozialarbeit oder von Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit betreut oder durch andere Beratungsinstanzen vermittelt werden. 

In der Jugendberufshilfe können Jugendliche mit schlechten Startchancen eine sozialpädagogisch begleitete, außerbetriebliche Ausbildung absolvieren. Ziel ist es, Jugendliche in (begleitete) betriebliche Ausbildung überzuleiten. 

Zielgruppe:
In den Ausbildungsprojekten der Jugendberufshilfe können nur Jugendliche mit multiplem Förderbedarf ausgebildet werden

  • die zuvor i.d.R. eine Berufsvorbereitungsmaßnahme absolviert haben,
  • zu Beginn der Ausbildung nicht jünger als 16 Jahre und nicht älter als 24 Jahre sind
  • die höchstens über einen ersten allgemeinbildenden Schulabschluss ("Hauptschulabschluss") oder keinen Schulabschluss verfügen.
Das Zutreffen einer der nachfolgend genannten Lebenssituationen begründet die Vermittlung in eines der Angebote der Jugendberufshilfe:
  • Jugendliche, die im Rahmen der Hilfen zur Erziehung über das SGB VIII betreut werden oder über längere Zeit betreut wurden, z. B. Jugendliche mit einem problematischen familiären Hintergrund in Folge von Alkoholmissbrauch, Drogen, Gewalt in der Familie, Wohnungslosigkeit, fehlender soziokultureller Einbindung,
  • Jugendliche, die im Bereich der Jugendsozialarbeit betreut werden (dazu gehören z.B. Drogenprojekte, Straßensozialarbeit, existenzabsichernde Projekte im Stadtteil, Beschäftigungsprojekte, Bewährungshilfe),
  • junge Menschen mit fehlendem Schulabschluss,
  • Jugendliche, die Maßnahmen abgebrochen haben,
  • Schüler/innen mit unregelmäßigem Schulbesuch, 
  • Jugendliche, die vom ReBBZ (ehemals REBUS), Jugendpsychiatrischen Diensten usw. betreut werden.
Die Dauer ist abhängig vom Ausbildungsberuf (2, 3 oder 3,5 Jahre).

Vergütung:
1. Ausbildungsjahr: 338,00 Euro
2. Ausbildungsjahr: 354,90 Euro
3. Ausbildungsjahr: 372,65 Euro
4. Ausbildungsjahr: 391,28 Euro

Beginn: Zum 1. September eines Jahres.