Berufsqualifizierung (BQ)

Das Ziel der Berufsqualifizierung (BQ) im Rahmen des Hamburger Ausbildungsmodells ist es begründet berufswahlentschiedenen Jugendlichen, die sich bereits erfolglos beworben haben, einen zügigen Übergang in die duale Ausbildung zu ermöglichen. Sie bietet für die Teilnehmenden eine anschlussfähige und anrechenbare berufliche Qualifizierung. 

Inhalte:  
Die BQ findet an berufsbildenden Schulen in Kooperation mit Betrieben und Bildungsträgern statt. Sie deckt inhaltlich und zeitlich das erste Ausbildungsjahr vollständig ab. 

  • Die Inhalte richten sich nach der Ausbildungsordnung des jeweiligen Ausbildungsberufes. 
  • Die Teilnehmenden beginnen ihre Ausbildung mit einem mehrwöchigen Unterricht an der jeweils zuständigen berufsbildenden Schule. Anschließend durchlaufen sie unterschiedliche schulische und betriebliche Lernphasen. 
  • Zur Beratung und Unterstützung steht den Teilnehmenden neben den Lehrkräften ein/-e Ausbildungsbegleiter/-in zur Verfügung. Diese/-r Ausbildungsbegleiter/-in unterstützt auch die Unternehmen und Betriebe bei Fragen oder Schwierigkeiten. 
  • Die Teilnehmenden erhalten Förderunterricht und sozialpädagogische Begleitung im Rahmen der Ausbildungsbegleitung. 
  • Die Teilnehmenden schließen zunächst eine Bildungsvereinbarung (keinen Ausbildungsvertrag!) mit der zuständigen berufsbildenden Schule ab. 
  • Im Laufe der BQ (spätestens nach Abschluss des Schuljahres) erfolgt optimalerweise der Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit einem Betrieb, sodass die duale Berufsausbildung regulär in einem Betrieb abgeschlossen werden kann.  
  • Konnte kein betrieblicher Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden, wird den Teilnehmenden ermöglicht die Ausbildung trägergestützt zu beenden, wenn die BQ vollständig und erfolgreich durchlaufen wurde.  
Die BQ dient als flüssiger Übergang in eine duale Ausbildung. Ein Abschluss wird dementsprechend nicht erworben. Die in dem Modell verbrachte Zeit kann allerdings auf die folgende Ausbildungszeit angerechnet werden. 

Zielgruppe: 
Die BQ richtet sich an junge Menschen mit begründetem Ausbildungs- und Berufswunsch, die trotz Ausbildungsreife und nachweislich erfolglosen Bewerbungen im jeweiligen Berufsfeld keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb gefunden haben.

Junge Menschen mit Beeinträchtigungen können bei Bedarf eine individuelle Unterstützung durch eine Arbeitsassistenz für den Betrieb und die berufliche Schule beim Hamburger Institut für Berufliche Bildung (Funktionspostfach HIBB-Inklusion@hibb.hamburg.de) beantragen. 

Alter:
  • Bis 20 Jahre (in Ausnahmefällen bis 25 Jahre möglich)  
Sprachniveau: 
  • Mindestanforderungen je nach Berufsfeld unterschiedlich  
Weitere Voraussetzungen: 
  • Vorrangig schulpflichtig (freie BQ-Plätze auch können mit nicht mehr schulpflichtigen Bewerbern/-innen besetzt werden)
  • Wohnort Hamburg (aktuelle Meldeadresse)
  • grundsätzliche Eignung für den Beruf
  • das erfolgreiche Absolvieren des Probehalbjahres
  • für einige Berufe wird der mittlere Schulabschluss erwartet 
Dauer: Die BQ dauert maximal ein Jahr. 

Vergütung: Die Teilnehmenden der BQ erhalten keine Ausbildungsvergütung (BAföG-fähiges Angebot).  

Beginn: Regelhaft zu Beginn des Schuljahres. Unterjährig ist ein Einstieg in die BQ jederzeit möglich. 

Bewerbung:
Die Bewerbung erfolgt direkt bei den zuständigen berufsbildenden Schulen. Die genauen Bewerbungsfristen sind dort zu erfragen. Im Rahmen eines Aufnahmeverfahrens findet auch ein Bewerbungsgespräch oder Eignungstest statt. Nähere Informationen zur Bewerbung finden Sie unter www.hibb.hamburg.de.

  • Direkt bei der/den aufgeführten Schule/n.