Jugendmigrationsdienste (JMD)

Die Jugendmigrationsdienste haben in erster Linie die Aufgabe, mit dem Verfahren des Case Managements und dem Instrument des individuellen Integrationsförderplans junge Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen. Die JMD beraten und begleiten ihre Zielgruppe bei ihrer schulischen, beruflichen, sozialen und sprachlichen Integration mit Schwerpunkt am Übergang Schule-Beruf. Die JMD bieten die sozialpädagogische Begleitung an, während und nach den Integrationskursen des Zuwanderungsgesetzes (§ 45 AufenthaltsG) und den Sprachkursen auf der Grundlage des Garantiefonds für den Hochschulbereich (RL-GF-H) an. Zugleich beteiligen sich die Einrichtungen aktiv bei der Vernetzung der Angebote für Jugendliche in den Sozialräumen, bei der interkulturellen Öffnung der Einrichtungen und Dienste in sozialen Handlungsfeldern und kooperieren mit verschiedenen Stellen und Personen, die für die Integration relevant sind, darunter vor allem mit Eltern, Schulen, Sprachkursträgern, Jobcentern und Betrieben.


Zielgruppe
  • Junge Menschen mit Migrationshintergrund vom 12. bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres - unabhängig vom Aufenthaltsstatus, solange sie sich rechtmäßig oder aufgrund einer ausländerrechtlichen Duldung in Deutschland aufhalten.
  • Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zur Stärkung ihrer Erziehungskompetenz insbesondere in Fragen der Bildung / Ausbildung ihrer Kinder
  • Mitarbeiter/-innen, Institutionen und ehrenamtliche Initiativen in den sozialen Netzwerken/Gemeinwesen, die für Migrantinnen und Migranten relevant sind (z. B. Ämter, Betriebe, Verbände, Vereine, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Religionsgemeinschaften usw.) einschließlich der Bevölkerung im Lebensumfeld der jungen Menschen

Ziele

  • Verbesserung der Integrationschancen (sprachliche, schulische, berufliche und soziale Integration),
  • Förderung von Chancengerechtigkeit,
  • Förderung der Partizipation in allen Bereichen des sozialen, kulturellen und politischen Lebens.

Kernaufgaben
  • Individuelle Begleitung aller jungen Menschen mit Migrationshintergrund – mit dem Verfahren des Case Managements und des Instruments des individuellen Integrationsförderplans – vorrangig der nicht mehr vollzeitschulpflichtigen jungen Menschen mit Migrationshintergrund
  • Sozialpädagogische Begleitung junger Menschen mit Migrationshintergrund vor, während und nach den Integrationskursen nach §§ 44, 44a des Aufenthaltsgesetzes und nach den Sprachkursen des Garantiefonds für den Hochschulbereich auf der Grundlage der Richtlinie GF-H
  • Beratungsangebote für Eltern zur Stärkung ihrer Erziehungskompetenz insbesondere in Fragen zu Bildung und Ausbildung ihrer Kinder
  • Gruppenangebote für junge Menschen mit Migrationshintergrund
  • die Vermittlung in Angebote für junge Menschen mit Migrationshintergrund im örtlichen Netzwerk und die Mitarbeit bei der Weiterentwicklung dieser Netzwerke
  • die Initiierung und das Management von anderweitig geförderten Integrationsprojekten für junge Menschen mit Migrationshintergrund
  • die Initiierung und Begleitung der interkulturellen Öffnung von Diensten und Einrichtungen in öffentlicher und freier Trägerschaft sowie der Netzwerkpartner
  • Initiierung und Förderung von freiwilligem und bürgerschaftlichem Engagement junger Menschen mit Migrationshintergrund

Das Modellprojekt jmd2start wird bis Ende 2017 weitergeführt. Die bereits erzielten Ergebnisse werden ausgewertet und in die Weiterentwicklung der Jugendmigrationsdienste einfließen.

  • Direkt bei dem/den aufgeführten Anbieter/n.