Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerjuF-H)

Das Projekt vermittelt jungen Flüchtlingen Kenntnisse über Zugangswege, Aufbau und Funktionsweise des deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes, insbesondere im Handwerksbereich, um sie zu einer eigenständigen Berufswahlentscheidung zu befähigen und sie zu motivieren, vorrangig eine Ausbildung aufzunehmen.

Inhalte sind:

  • Heranführung an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem,
  • Kennenlernen der Rahmenbedingungen und Anforderungen in verschiedenen Ausbildungen und Berufsfeldern des Handwerks und der Arbeitswelt allgemein,
  • Vermittlung und Erweiterung der für eine berufliche Eingliederung notwendigen berufsbezogenen Sprachkenntnisse (bis 120 Stunden),
  • Fördereinheiten (allgemeiner Grundlagenbereich, Entwicklung und Förderung von Schlüsselkompetenzen,  Bewerbungstraining, Informationen zu Sucht- und Schuldenprävention, Informationen über die Grundlagen gesunder Lebensführung).
Die Maßnahme dient nicht zur Vorbereitung auf den Erwerb des ersten allgemeinbildenden Schulabschlusses ("Hauptschulabschluss") bzw. vergleichbarer Schulabschlüsse.

PerjuF umfasst:
  • eine zweiwöchige Einstiegsphase zur Standortbestimmung und Kompetenzerfassung, mit bis zu 40 Stunden berufsbezogener Sprachförderung je Teilnehmer/-in,
  • Projektansätze, im Umfang von bis zu 160 Stunden je Teilnehmer/-in,  in denen die Teilnehmenden ihre Eignung und Neigung in den Bereichen Ernährung: Lebensmittelverarbeitung und Verkauf (Fachverkäufer Lebensmittelhandwerk: Bäckerei, Fleischerei, Bäcker, Fleischer); Bau: Tischler, Glaser, Maler; Farbe: Fahrzeuglackierer, Bauten- und Objektbeschichter, Maler; Natur, Umwelt, Gebäudemanagement: Gärtner Garten- und Landschaftsbau, Gebäudereiniger erfahren und erproben können,
  • betriebliche Praktika,  
  • 30 Std. Wochenumfang, 2,5 Tage Urlaubsanspruch je Teilnahme-Monat,
Zielgruppe:
Junge Menschen, die perspektivisch eine berufliche Ausbildung, insbesondere im Handwerk, anstreben.

Alter:
  • unter 25 Jahren
Aufenthaltsstatus:
  • für Asylbewerber/-innen mit guter Bleibeperspektive (Aufenthaltsgestattung mit Arbeitsmarktzugang),
  • für Geduldete (Duldung mit Arbeitsmarktzugang),
  • für anerkannte Flüchtlinge (Aufenthaltserlaubnis).
Sprachniveau:
  • Mind. Sprachniveau A2
Weitere Zugangsvoraussetzungen:
  • Zugang über die Agentur für Arbeit (SGBIII) und das Jobcenter (SGB II),
  • Vollzeitschulpflicht erfüllt,
  • keine berufliche - in Deutschland anerkannte - Erstausbildung absolviert.
Dauer:
Die Maßnahme hat eine Förderdauer von 4-6 Monaten.