Ausbildungsvorbereitung an Produktionsschulen (PS)

Produktionsschulen können jederzeit aufnehmen, auch während des Schuljahres! Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die jeweilige Produktionsschule!

Produktionsschulen sind Einrichtungen der Ausbildungsvorbereitung für schulpflichtige Jugendliche, die keine gesicherte Berufswahlentscheidung getroffen haben und von denen zu erwarten ist, dass sie die schulischen Angebote der Ausbildungsvorbereitung nicht annehmen werden. Produktionsschulen sind keine Schulen im Sinne des Hamburgischen Schulgesetzes, sondern Einrichtungen, die von Bildungsträgern in freier Trägerschaft betrieben werden.

Im Rahmen einer möglichst engen Kooperation zwischen der Produktionsschule, allgemeinbildenden Schulen, Beruflichen Schulen sowie Betrieben in der Region sammeln die Jugendlichen Erfahrungen, die ihre berufliche Orientierung und damit den Weg in Ausbildung oder Beschäftigung ermöglichen und fördern sollen.

Ziele
Vorrangiges Ziel ist es, den Jugendlichen den Übergang in Ausbildung und Beschäftigung zu ermöglichen, indem die berufliche Handlungsfähigkeit gefördert, der Übergang in die duale Berufsausbildung unterstützt und damit die Basis für eine qualifizierte Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt gelegt wird. Um dieses Ziel zu erreichen, werden gemeinsam mit den Jugendlichen Produkte und Dienstleistungen entwickelt und vermarktet. Durch die Herstellung von marktfähigen Produkten und Dienstleistungen soll Verantwortungsbewusstsein, Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit gefördert sowie kontinuierliche berufliche und betriebliche Erfahrung ermöglicht werden. Im Zentrum stehen dabei die Stärkung des eigenverantwortlichen und selbstständigen Lernens sowie die Übernahme von Verantwortung für das eigene Leben und Lernen.

Zielgruppe
Schulpflichtige Jugendliche, die eine Stadtteilschule bzw. eine Bildungsabteilung der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ehem. Förder- bzw. Sonderschulen) in der Regel nach neun bzw. zehn Schulbesuchsjahren verlassen haben.

Übergänge
Produktionsschulen verfügen über ein Übergangs- und Anschlussmanagement. Sie übernehmen für jede/n Jugendliche/n  die Verantwortung bis zur erfolgreichen Einmündung in eine Ausbildung bzw. sinnvolle Anschlussmaßnahme.

Kooperation
Die Produktionsschule ist Teil des regionalen Bildungsraums. Die Jugendlichen erhalten ein breit gefächertes Angebot an Praxismöglichkeiten, das durch die Kooperation mit Wirtschaftsbetrieben, sozialen Einrichtungen und Schulen der Region entwickelt wird.

Das „Auszeit“-Modell bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe 1, insbesondere Jugendlichen mit schulverweigernden Tendenzen, für einen begrenzten Zeitraum (i.d.R. drei Monate) ein alternatives pädagogisches Umfeld, um sie in einer anderen Lernumgebung durch praktisches Tun neu zu orientieren, sozial zu stabilisieren und wieder systematisch an das Lernen heranzuführen.
Da die „Auszeitler“ vollständig in die Arbeits- und Lernprozesse der Werkstatt- und Dienstleistungsbereiche sowie den Produktionsschulalltag eingebunden sind, müssen sie das 15. Lebensjahr vollendet haben.

Dauer
In der Regel 1 Jahr (Auszeitler in der Regel 3 Monate).

Vergütung
Die Jugendlichen – auch die „Auszeitler“ - erhalten individuelle Leistungsprämien (siehe Förderrichtlinie zur Gewährung individueller Leistungsprämien in Produktionsschulen vom 24.01.2014). Diese werden zu dem Zweck gezahlt, die Motivation der Jugendlichen zu honorieren, anzuerkennen und somit zu befördern und dienen in dieser Zweckbestimmung als pädagogisches Instrument. Die individuellen Leistungsprämien werden leistungsabhängig gezahlt.

Beginn

Jederzeit, wenn Plätze frei sind.

  • Direkt bei dem/den aufgeführten Anbieter/n.