Psychosoziale Kontaktstellen (PSK)

Die neun psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSK) in Hamburg sind Teil der neuen Ambulanten Sozialpsychiatrie (ASP). Sie verstehen sich als Anlaufstellen für Menschen,

  • die sich in Lebenskrisen, in persönlichen und/oder zwischenmenschlichen Schwierigkeiten befinden,
  • die von psychischer Erkrankung bedroht sind,
  • die psychisch oder psychosomatisch erkrankt sind,
  • die sich als Angehörige von psychisch Erkrankten hilflos und überfordert fühlen.

Für die Arbeit der psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen ist die Einbindung in einen Stadtteil eine wichtige Voraussetzung. Dazu wird sich an regionalen Besonderheiten orientiert und entsprechende Angebote im Stadtteil entwickelt.

Grundprinzip ist ein niedrigschwelliger, unkomplizierter Zugang. Das bedeutet,

  • dass während der Sprechzeiten auch ohne Anmeldung Gespräche möglich sind.
  • Es wird kein Überweisungsschein benötigt.
  • Ratsuchende können anonym bleiben.
  • Die Angebote sind kostenlos.
  • Die Beratung unterliegt der Schweigepflicht.

Für Beratungsgespräche kann in manchen Einrichtungen die offene Sprechstunde genutzt werden. Bei den Beratungsstellen, die keine Sprechstunde anbieten, kann kurzfristig ein Gesprächstermin vereinbart werden. Im Fall einer Krise ist es möglich, sofort einen Gesprächstermin zu erhalten.

Gemeinsam mit den Ratsuchenden wird nach Möglichkeiten gesucht, Krisen und/oder Krankheit zu bewältigen. Dazu kann auch eine Vermittlung in weitere Unterstützungsangebote wie Psychotherapie, Fachkliniken, Ergotherapie, Betreutes Wohnen gehören.

Es wird auch bei Schwierigkeiten in sozialen Angelegenheiten unterstützt: Das können finanzielle Probleme, Wohnungsprobleme, Probleme bei Antragstellungen u.ä. sein.

Die Ratsuchenden werden in ihrer selbstständigen Lebensführung gefördert, indem gemeinsam Schritte entwickelt werden, die es erleichtern bzw. ermöglichen, selbstbestimmt zu leben. Vielleicht wird Hilfe benötigt, um eine stationäre Behandlung zu vermeiden oder zu verkürzen. Die Entwicklung und Erhaltung einer Tagesstruktur stellt einen wesentlichen Faktor für Stabilität dar. Mit den vielfältigen Angeboten können Ratsuchende unterstützt werden.

Viele Menschen mit psychischen Problemen leiden unter Einsamkeit und Isolation. Die Angebote der Einrichtungen sollen helfen, Kontakte zu anderen Menschen aufzunehmen und/oder eigenen Interessen nachzugehen. Die Gruppenangebote reichen von alltagspraktischen Dingen wie z.B. Kochen, neigungsgebundenen Tätigkeiten wie sportlichen Aktivitäten oder kreativen Angeboten bis hin zu therapeutischen Gruppen.

(Quelle: www.psk-hamburg.de)

  • Direkt bei dem/den aufgeführten Anbieter/n.