Berufsqualifizierung (BQ)

Die Berufsqualifizierung (BQ) des Hamburger Ausbildungsmodells ist im Rahmen der Reform des Übergangssystems Schule – Beruf konzipiert worden. Ein Ziel dieser Reform ist es, den Übergang in eine Berufsausbildung kürzer zu gestalten.
Die BQ wird für mehrere Berufe von Berufsbildenden Schulen angeboten. Sie bietet für die Teilnehmer/-innen eine anschlussfähige und anrechenbare berufliche Qualifizierung.
Ziel ist es, so schnell wie möglich – also auch während des laufenden Schuljahres – einen regulären Ausbildungsvertrag abzuschließen und in die betriebliche Ausbildung einzutreten.
Die BQ deckt das erste Ausbildungsjahr des jeweiligen Ausbildungsberufes inhaltlich und zeitlich vollständig ab.
Zur Beratung steht den Jugendlichen neben den Lehrkräften ein/-e Ausbildungsbegleiter/-in zur Verfügung. Diese Ausbildungsbegleitung unterstützt auch die Unternehmen und Betriebe bei Fragen oder unerwarteten Schwierigkeiten.

Die Zielgruppe
In die Berufsqualifizierung werden Jugendliche mit Hauptwohnsitz in Hamburg aufgenommen, die sich für einen Ausbildungsberuf entschieden haben, noch schulpflichtig sind und sich bisher erfolglos um einen Ausbildungsplatz im jeweiligen Berufsfeld beworben haben. Junge Erwachsene bis zum 20. Lebensjahr können sich ebenfalls bewerben, denn freie BQ-Plätze können auch mit nicht mehr schulpflichtigen Bewerber/-innen besetzt werden.

Die Organisation
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen beginnen ihre Ausbildung mit einem mehrwöchigen Unterricht an der jeweils zuständigen Berufsbildenden Schule. Anschließend durchlaufen sie unterschiedliche schulische und betriebliche Lernphasen. Die Lehr- und Lerninhalte entsprechen dabei denen des ersten Ausbildungsjahres in der dualen Berufsausbildung.

Die Rahmenbedingungen

  • Die Berufsqualifizierung ist ein Ausbildungsangebot der Schulform Berufsfachschule.
  • Die an der Berufsqualifizierung Teilnehmenden sind statusrechtlich Schüler/-innen.
  • Die Jugendlichen schließen zunächst eine Bildungsvereinbarung (keinen Ausbildungsvertrag!) mit der zuständigen Schule ab.
  • Die Ausbildung setzt das erfolgreiche Absolvieren des Probehalbjahres voraus.
  • Die Teilnehmer/-innen erhalten in der Berufsqualifizierung keine Ausbildungsvergütung.
  • Die wöchentliche Ausbildungszeit orientiert sich am dualen Ausbildungsberuf.
  • Die Urlaubstage sind grundsätzlich in den unterrichtsfreien Zeiten zu nehmen.
Die Bewerbung
Folgende Unterlagen sind in der zuständigen Schule einzureichen:
  • Bewerbungsschreiben, in dem Sie Ihre Berufswahl begründen
  • Lebenslauf mit Lichtbild
  • Zeugnisse, Zertifikate, Bescheinigungen von Praktika usw.
  • Nachweise, dass Sie sich mehrfach um eine Ausbildung im jeweiligen Berufsfeld beworben haben
  • Einverständniserklärung zur Übermittlung von vermittlungsrelevanten, persönlichen Daten (Vorlage als Download oder bei den zuständigen Schulen. Die Nichteinwilligung hat keine Auswirkungen auf die Bewerbung).
Im Rahmen eines Aufnahmeverfahrens findet auch ein Bewerbungsgespräch oder Eignungstest statt.

Zur Bewerbungsfrist
Für den regulären Beginn zum 01.08. können Sie sich bei den zuständigen Schulen ab dem 01.04. bewerben.
Die konkreten Berufe für das kommende Schuljahr werden jeweils im Frühjahr eines jeden Jahres bekannt gegeben.
Die BQ bietet ebenfalls Einstiegsmöglichkeiten im laufenden Schuljahr. Genauere Auskünfte zu den Bewerbungsfristen und den Einstieg im laufenden Schuljahr sind bei den zuständigen Schulen zu erfragen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hibb.hamburg.de.

  • Direkt bei der/den aufgeführten Schule/n.