Ausbildung in der Jugendberufshilfe (JBH) 2016 - Plätze für 2017 ab Mai 2017

Die Ausbildungsplätze werden in einem gemeinsamen Besetzungsmanagement von der Behörde für Schule und Berufsbildung sowie der Agentur für Arbeit belegt. Ein Beratungsgespräch bei der Berufsberatung wird vorausgesetzt.

In der Jugendberufshilfe werden in der Regel Jugendliche, die den Förderkriterien der Jugendberufshilfe gemäß § 13, SGB VIII entsprechen, ausgebildet. Dies sind vor allem Jugendliche, die Hilfen zur Erziehung erhalten oder erhalten haben, die über die Straßensozialarbeit oder Einrichtungen der OKJA betreut werden oder durch die Kompetenzagenturen oder andere Beratungsinstanzen ( Agentur für Arbeit, abgebende Schulen etc.) vermittelt werden, weil keine anderen geeigneten Angebote zur Verfügung stehen.

In der Jugendberufshilfe können Jugendliche mit schlechten Startchancen eine sozialpädagogisch begleitete, außerbetriebliche Ausbildung absolvieren. Ziel ist es, Jugendliche in (begleitete) betriebliche Ausbildung überzuleiten. Unterstützung findet durch sozialpädagogische Hilfen im Sinne erzieherischer Hilfen (SGB VIII) und durch Förderunterricht statt.

Zielgruppe:
In den Ausbildungsprojekten der Jugendberufshilfe können nur Jugendliche mit multiplem Förderbedarf ausgebildet werden

  • die zuvor i.d.R. eine Berufsvorbereitungsmaßnahme absolviert haben,
  • zu Beginn der Ausbildung nicht jünger als 16 Jahre und nicht älter als 24 Jahre sind
  • die höchstens über einen ersten allgemeinbildenden Schulabschluss ("Hauptschulabschluss") oder keinen Schulabschluss verfügen.
Das Zutreffen einer der nachfolgend genannten Lebenssituationen begründet die Vermittlung in eines der Angebote der Jugendberufshilfe:
  • Jugendliche, die im Rahmen der Hilfen zur Erziehung über das SGB VIII betreut werden oder über längere Zeit betreut wurden, z. B. Jugendliche mit einem problematischen familiären Hintergrund in Folge von Alkoholmissbrauch, Drogen, Gewalt in der Familie, Wohnungslosigkeit, fehlender soziokultureller Einbindung,
  • Jugendliche, die im Bereich der Jugendsozialarbeit betreut werden (dazu gehören z.B. Drogenprojekte, Straßensozialarbeit, existenzabsichernde Projekte im Stadtteil, Beschäftigungsprojekte, Bewährungshilfe),
  • junge Menschen mit fehlendem Schulabschluss,
  • Jugendliche, die Maßnahmen abgebrochen haben oder aus Maßnahmen wegen Fehlverhaltens entlassen worden sind,
  • Schüler/innen mit unregelmäßigem Schulbesuch, die z.B. über einen Zeitraum von 6 Monaten der Schule ferngeblieben sind (Schulabbrecher/innen), obgleich sie schulpflichtig waren (für Arbeits- und Berufsorientierung in der Jugendberufshilfe). Damit zusammenhängend:
  • Jugendliche, die vom ReBBZ (ehemals REBUS), Jugendpsychiatrischen Diensten usw. betreut werden.
Die Dauer ist abhängig vom Ausbildungsberuf (2, 3 oder 3,5 Jahre).

Vergütung:
1. Ausbildungsjahr: 338,00 Euro
2. Ausbildungsjahr: 354,90 Euro
3. Ausbildungsjahr: 372,65 Euro
4. Ausbildungsjahr: 391,28 Euro

Beginn: Zum 1. September eines Jahres.